Top 5 Tipps für das Exportkontroll-Management

News | Exportkontroll-Management | 2 February 2015

Lassen Sie sich von Ausfuhrkontrollen nicht entmutigen


Firmen, die mit Zulieferern und Kunden weltweit handeln, erkennen rasch, dass sich das Export-und Importgeschäft sehr rasch entwickelt. Sobald ein Handel abgeschlossen ist, ist es verständlich, dass man Produkte schnellstmöglich an ihr Ziel senden möchte, um sich auf den nächsten Verkauf konzentrieren zu können.

Es ist aber wichtig, die Regeln zu beachten, denen das Exportwesen unterliegt. Im Folgenden gehen wir näher darauf ein, warum das so ist und geben Ihnen Top-Informationen über das Management hinsichtlich von Ausfuhrbestimmungen, um Sie in Ihren Geschäftsbeziehungen zu unterstützen.

Was versteht man unter Exportkontrolle?

Exporte sind ein in höchstem Maße regulierter Bereich in der Lieferkette und es ist essentiell, dass die folgenden zwei Beurteilungsebenen vor dem Versand eines Produktes beachtet werden:

Die erste Stufe beinhaltet die Überprüfung der geplanten internationalen Geschäftstransaktion durch den Exporteur mit speziellem Augenmerk auf die Überprüfung der (endgültigen) Verwendung und den (End-)Verbraucher.

  • Wer ist der ( End- ) Verbraucher?
  • Besitzt der ( End- ) Verbraucher entsprechende Bewilligungen?
  • Sind politisch problematische Länder involviert?
  • Sind andere Betreiber involviert?
  • Besitzen diese Kunden entsprechende Bewilligungen?
  • Kommt das Produkt im zivilen/nicht sensitiven Bereich zum Einsatz?

Die zweite Stufe beinhaltet die produktspezifische Bewertung dessen, was der Exporteur liefern möchte.

  • Sind heikle Waren ( militärisch, oder zivil und militärisch doppelt nutzbar ) Teil der geplanten Lieferung?
  • Welche Maßnahmen sind zu treffen, falls oben genannter Punkt zutrifft ( Lizenzen )?
  • Ist der Versand nach der Erstbeurteilung erlaubt oder verboten?

Es gibt viele Gründe, warum Regierungen bemüht sind, den Export bestimmter Artikel zu kontrollieren - sei es in Bezug auf deren endgültige Verwendung oder ihre Beschaffenheit. Zum Beispiel könnten sie gegen internationale Vertragsverbindlichkeiten verstoßen, oder das Risiko der Verbreitung von Krankheiten in sich bergen. Andernfalls könnten gewisse Güter dazu verwendet werden, Menschenrechte zu verletzen, während andere wiederum per se harmlos scheinen können, aber dafür verwendet werden, um etwas rechtlich Bedenkliches damit zu konstruieren - Metallbeilagscheiben, die zur Herstellung von Waffen zum Einsatz kommen, sind ein gutes Beispiel dafür.

Was sind aus diesem Grund unsere Top - Tipps für das Exportkontroll-Management?

1. Recherchieren Sie - Lernen Sie die Regeln und die, die sie erstellen kennen

Jedes Land hat eigene Richtlinien bezüglich der Ausfuhrbestimmungen und eigene Verordnungen, die diese betreffen. Daher ist es wesentlich, diese zu kennen, bevor man Geschäftsbeziehungen mit einem bestimmten Land beginnt. Beispielsweise gelten innerhalb der USA die 'Export Administration Regulation' und die 'International Trade in Arms Regulation'.

Sie dürfen nicht davon ausgehen, dass nur deshalb, weil jemand in einem anderen Land etwas kaufen möchte, was Sie anbieten, es für diese Person auch lieferbar ist - Sie müssen immer im Vorfeld die vorgeschriebenen Rechtsverordnungen in Betracht ziehen. Falls Sie das unterlassen und das Ausfuhrgut verstößt gegen Kontrollvorgaben, könnte Ihre Geschäftstätigkeit strafrechtliche Verfolgung, Ordnungsstrafen, Rufschädigung und sogar Gefängnisstrafen nach sich ziehen.

2. Sondieren Sie, welche Genehmigungen Sie benötigen

Es gibt verschiedene Arten von Genehmigungen, die Sie für den Export von Waren möglicherweise benötigen: Öffentliche allgemeine Ausfuhrgenehmigungen, handelsübliche individuelle Exportlizenzen, offene individuelle Exportgenehmigungen und viele mehr. Es liegt in Ihrer Verantwortung, herauszufinden, welche für sie erforderlich sind und entsprechende Anträge zu stellen.

3. Prüfen und überprüfen Sie nochmals die erforderlichen Dokumente

Ab dem Zeitpunkt, ab dem Sie bereit sind, einen Antrag zur Ausfuhr Ihrer Lieferungen einzureichen, überprüfen sie immer, ob die ordnungsgemäßen Dokumente beigelegt sind; sei es elektronisch oder in anderer Form. Das inkludiert Angelegenheiten wie technische Spezifizierungen und andere Charakteristika. Das Britische Ministerium für Handel, Innovation und Handwerk berechnete, dass nahezu die Hälfte der Anträge für Ausfuhrgenehmigungen abgewiesen werden, weil sie unvollständig oder fehlerhaft eingereicht wurden. Das stellt eine Zeit- und Geldverschwendung für Ihre Firma dar und könnte leicht vermieden werden.

4. Führen Sie Aufzeichnungen und bewahren Sie Ihre Dokumente auf

Es bestehen strikte Regeln im Zusammenhang mit Exportkontrollsystemen bezüglich des Führens von Aufzeichnungen, Schulungen und Verantwortungsketten und jedes Unternehmen im Exportbereich kann stichprobenartigen Kontrollbesuchen von Beamten unterzogen werden, bei denen Ausfuhrnachweise und Belege vorgelegt werden müssen.

Die Verweigerung der Aushändigung derartiger Belege kann Strafen nach sich ziehen, die von Geldbußen bis zum Lizenzentzug reichen. Halten Sie alle Dokumentationen zugänglich, verlangen Sie Rechnungen und bewahren Sie Bonitätsprüfungen auf, um in jedem Fall vorbereitet zu sein.

5. Halten Sie sich auf dem Laufenden über Gesetzesänderungen

Ausfuhrkontrollregelungen und Kriterien zu Lizenzbestimmungen können sich überraschend und häufig ändern, daher ist es wichtig, dass Sie darüber immer aktuell informiert sind, um nicht Gefahr zu laufen, mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten. Beobachten Sie die Vorgänge weltweit und halten Sie sich über Nachrichten Entwicklungen zu bestimmten Produkten am Laufenden, damit Sie gewappnet sind, sobald diese Produkte neuen Prüfungen unterliegen. Wir empfehlen Ihnen darüber hinaus, dass Sie es in Betracht ziehen, einen Richtlinienbeauftragten für diese Belange einzusetzen.

Tappen Sie jedoch nicht in die Falle, nur einer Person zu vertrauen, die mit der Bewertung dieser Richtlinien und den einzuleitenden Schritten bezüglich bestimmter Vorgaben betraut ist. Jeder ( Mitarbeiter ) in einer Firma sollte eigenverantwortlich achtsam hinsichtlich Umständen und Faktoren sein, die eine Auswirkung auf Ausfuhrbestimmungen haben könnten.

Falls Zweifel bestehen, holen Sie den Rat eines Experten ein - und nutzen Sie alle Ihnen zur Verfügung stehenden Mittel, einschließlich der MIC Export Kontrollmanagement (ECM) Software.

Lassen Sie sich von Ausfuhrkontrollen nicht zu sehr entmutigen. Es gibt tausende von Unternehmen, die ihre Produkte weltweit versenden, ohne die Aufmerksamkeit von Vollzugsbehörden auf sich zu ziehen. Behalten Sie aber in Erinnerung, dass es wesentlich ist, allgemein verbreitete, häufig begangene Fehler zu vermeiden.


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