Befürchtung, dass der Brexit das Handelsabkommen zwischen der EU und Singapur zum Scheitern bringen könnte

News | 13 Juli 2016

Unternehmen bringen ihre Besorgnis zum Ausdruck, dass die Entscheidung des Vereinigten Königreiches, aus der Europäischen Union auszutreten, negative Auswirkungen auf das geplante Freihandelsabkommen (FTA) zwischen der EU und Singapur haben könnte.

Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Singapur (EUSFTA) war das erste Freihandelsabkommen (FTA), welches zwischen der EU und einem Mitgliedsstaat des Verbandes Südostasiatischer Staaten unterzeichnet wurde. Ursprünglich ging man davon aus, dass dieses Abkommen mit Ende des Jahres 2015 in Kraft treten würde. Dessen Beginn wurde aber verzögert, nachdem die Europäische Kommission ein Gutachten des Europäischen Gerichtshofes, hinsichtlich der Ermächtigung zur Ratifizierung des Abkommens, einholte.

Es muss nun vor dessen Inkrafttreten vom Europäischen Parlament verabschiedet und genehmigt werden, aber Unternehmen haben gegenüber dem Nachrichtensender NewsAsia ihre Besorgnis zum Ausdruck gebracht, dass die Brexit-Entscheidung neue Schwierigkeiten und Hindernisse auf dem Weg zum Freihandelsabkommen mit sich bringen - und möglicherweise sogar dazu führen könnte, dass das gesamte Projekt vollkommen zu Fall gebracht wird.

Der Vorsitzende der Unternehmensverbände Singapurs (Singapore Business Federation) Ho Meng Kit betonte, es bestünde wenig Interesse, EUSFTA nach dem Brexit neu zu verhandeln, da sich beide Seiten hinsichtlich des Deals bereits geeinigt hätten.

In der Zwischenzeit meinte der Vorstandsvorsitzende der Cicero Group, Undrew Naylor: "Ohne Großbritannien wird die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments noch extremer - mit maßgeblichen sehr weit links oder rechts stehenden Gruppierungen. Beide dieser Gruppen sind eher wenig geneigt, die Ratifizierung eines Freihandelsabkommens zu unterstützen."


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