Das globale Tarifierungs- und Klassifizierungssystem: Was Händler wissen müssen
Die korrekte Tarifierung und Klassifizierung importierter Waren ist eine wichtige Aufgabe für jeden internationalen Händler. Dadurch wird sichergestellt, dass Sie bei der Einfuhr von Waren in ein Land oder eine Region die richtigen Zölle und Abgaben zahlen sowie alle lokalen Kontingente und sonstigen Einfuhrbeschränkungen einhalten.
Wenn Produkte nicht korrekt tarifiert bzw. klassifiziert werden, kann dies dazu führen, dass Sie bei der Einfuhr falsche Zölle zahlen. Die Verwendung falscher Codes kann auch zu finanziellen Strafen und Verzögerungen an den Grenzen führen, da die Waren zurückgehalten werden, bis die korrekten Codes angewendet wurden. In einigen Fällen können Waren sogar beschlagnahmt oder Einfuhrlizenzen widerrufen werden. Daher ist es wichtig, dies richtig zu machen.
Was ist das Harmonisierte System?
Die globalen Klassifizierungssysteme zielen darauf ab, diese Tätigkeit zu vereinfachen, indem sie einen einheitlichen Prozess für Importe über mehrere Regionen hinweg bieten. Dies soll Verwirrung und Doppelarbeit reduzieren und sicherstellen, dass alle Produkte denselben Richtlinien folgen. Dadurch lassen sich Probleme vermeiden, die entstehen können, wenn verschiedene Mitarbeiter eines Unternehmens unterschiedliche Schlussfolgerungen darüber ziehen, wie eine bestimmte Sendung zu kategorisieren ist.
Um mögliche Unstimmigkeiten innerhalb globaler Klassifizierungen zu beheben, verwenden die meisten Länder das Harmonisierte System (HS) zur Verwaltung ihres Klassifizierungsprozesses. Das HS wurde von der Weltzollorganisation entwickelt, um das Problem zu lösen, dass jedes Land sein eigenes Klassifizierungssystem hat. Es wird von über 200 Ländern und Gebieten verwendet und deckt rund 98 Prozent des internationalen Handels ab.
Das HS umfasst mehr als 5.000 Warengruppen, die jeweils mit einem eindeutigen sechsstelligen Code versehen sind, der klar und einheitlich angeordnet ist. Einige Länder fügen diesem Code zusätzliche Ziffern hinzu, um die Artikel weiter zu kategorisieren. Die USA beispielsweise fügen dem Code vier weitere Ziffern zur weiteren Differenzierung hinzu.
Tarifierungs- und Klassifizierungsverfahren für US-Importeure und -Exporteure
Für Unternehmen, die Waren in die USA einführen oder aus den USA ausführen, gibt es drei Klassifizierungssysteme, die möglicherweise Anwendung finden. Neben dem Harmonisierten System werden auch das North American Industry Classification System (NAICS) sowie die Standard International Trade Classification (SITC) verwendet.
Die Umsetzung des HS durch die USA umfasst Warennomenklaturen in zwei Veröffentlichungen, eine für Exporte und eine für Importe.
Für Exporte verwenden die USA einen zehnstelligen Code, der als Schedule B-Nummer bezeichnet wird und die ersten sechs Ziffern der HS-Nummer enthält. Dies ergibt etwa 8.000 Wareneinstufungen. Für Importe findet sich die erforderliche Einstufung im Harmonized Tariff Schedule (HTS).
Wenn Unternehmen sich nicht sicher sind, welche Schedule B-Nummer für ihre Artikel gilt, bietet das Census Bureau ein Online-Suchtool an. Bei Artikeln, die schwer zu klassifizieren sind, können Unternehmen die Datenbank des Customs Rulings Online Search System (CROSS) konsultieren. Dieses enthält offizielle Entscheidungen zu Anträgen anderer Exporteure und Importeure auf Schedule B-Codes, die als Orientierungshilfe für ähnliche Produkte dienen können.
Unternehmen, die innerhalb der USMCA-Freihandelszone tätig sind, müssen möglicherweise auch NAICS verwenden, ein einheitliches sechsstelliges hierarchisches Kodierungssystem. Es gruppiert Artikel nach der Ähnlichkeit der Verfahren, die zur Herstellung von Waren oder Dienstleistungen verwendet werden.
Schließlich ist SITC eine von den Vereinten Nationen entwickelte Klassifizierung von Artikeln, die in den Außenhandel gelangen und zu statistischen Zwecken für internationale Vergleiche von Rohstoffen und Industriegütern verwendet wird.
Bewährte Verfahren für die globale Tarifierung und Klassifizierung
Die Verwaltung dieser verschiedenen Vorschriften kann ein komplexer und zeitaufwändiger Prozess sein, der besonders fehleranfällig ist, wenn Aufgaben noch manuell erledigt werden. Um die Einhaltung der Zollvorschriften weltweit sicherzustellen, lohnt es sich daher, in eine Global Trade Management (GTM) Software wie das Central Classification System (MIC CCS) von MIC zu investieren, mit der Sie den Klassifizierungsprozess automatisieren und standardisieren können.
Darüber hinaus gibt es einige wichtige Praktiken, die Unternehmen befolgen sollten. Beispielsweise sind fundierte Kenntnisse über alle Ihre Produkte unerlässlich, sodass Mitarbeiterschulungen und eine klare schriftliche Beschreibung Ihrer internen Klassifizierungsprozesse erforderlich sind.
Ein engagiertes Klassifizierungsteam, dem auch externe Experten angehören können, ist ebenfalls sehr nützlich. Es sollte eine umfassende Datenbank Ihrer Klassifizierungen pflegen und diese regelmäßig aktualisieren.

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