EU und Mercosur unterzeichnen nach 25 Jahren Verhandlungen ein wegweisendes Handelsabkommen

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Das mit Spannung erwartete Handelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur wurde unterzeichnet. Erfahren Sie hier, was das für Sie bedeutet und wie MIC auf diesen Wandel vorbereitet ist.

Die EU und der südamerikanische Handelsblock Mercosur haben das lange erwartete Freihandelsabkommen unterzeichnet, was 25 Jahre Verhandlungen beendet und den Weg für das bislang größte Handelsabkommen der EU ebnet.

Das Abkommen wurde am 17. Januar in Paraguay von hochrangigen Vertretern beider Seiten unterzeichnet und soll Zölle senken, den Marktzugang verbessern und den Handel zwischen den beiden Regionen ankurbeln. Nach Inkrafttreten des Abkommens wird eine der weltweit größten Freihandelszonen entstehen, mit einem Gesamtmarkt von rund 700 Millionen Verbrauchern.

„Wir bevorzugen fairen Handel gegenüber Zöllen und wir stellen eine produktive, langfristige Partnerschaft über Isolation“, sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, bei der Zeremonie in Asunción, Paraguay.

Bevor das Abkommen in Kraft treten kann, muss es noch von dem Europäischen Parlament gebilligt und von den nationalen Parlamenten der Mercosur-Mitglieder Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay ratifiziert werden.

Nach Angaben der Europäischen Kommission wird das Abkommen erhebliche wirtschaftliche Vorteile bringen. Die EU-Exporte in den Mercosur könnten jährlich um rund 39 Prozent zunehmen, wodurch ein zusätzliches Handelsvolumen von etwa 49 Milliarden Euro entstünde und Hunderttausende Arbeitsplätze in der EU gesichert würden. Es ist zu erwarten, dass europäische Unternehmen einen besseren Zugang zu wichtigen Sektoren des Mercosur erhalten, darunter Fertigung, Chemie, Pharmazeutika, Maschinenbau, Lebensmittel und Getränke sowie Dienstleistungen.

Das Abkommen enthält auch Verpflichtungen zu Ursprungsregeln, Zollverfahren, Handelserleichterungen, Nachhaltigkeit und regulatorische Zusammenarbeit und spiegelt damit die Struktur moderner umfassender Handelsabkommen wider.

Für Unternehmen signalisiert das Abkommen große Chancen, bringt aber auch neue Compliance- und operative Anforderungen mit sich, insbesondere in Bezug auf Zolltarife, Zollpräferenzen und Ursprungsvorschriften, sobald das Abkommen in Kraft tritt.

Was bedeutet das für MIC?

Im Vorfeld der Implementierung hat das Trade Content Creation Team von MIC bereits die produktspezifische Ursprungsregeln zum Abkommen zwischen der EU und dem Mercosur vorbereitet. Diese werden über den neuen Rule of Origin Service (RoO-Service) von MIC verfügbar sein, sobald das Abkommen in Kraft tritt.

Der neue RoO-Service von MIC stellt für unsere Kunden die rechtzeitige und korrekte Bereitstellung handelsrelevanter Daten (z. B. Zoll- und Präferenzinformationen) sicher und unterstützt damit die Compliance sowie die Inanspruchnahme von Präferenzen – sowohl im Rahmen des EU-Mercosur-Abkommens als auch aller weiteren verfügbaren Freihandelsabkommen.

MIC OCS (Origin Calculation System) ist bereit, Lieferantenerklärungen direkt über das Webportal zu erfassen und Ursprungsberechnungen für Fertig‑Produkte gemäß den EU-Mercosur-Vorschriften durchzuführen. Dadurch wird sichergestellt, dass Kunden nicht nur auf die erforderlichen Handelsinhalte zugreifen können, sondern diese auch sofort umsetzen, sobald das Abkommen in Kraft tritt. 

Mit dem Fortschreiten des Ratifizierungsprozesses markiert das EU-Mercosur-Abkommen einen bedeutenden Wandel in den globalen Handelsbeziehungen und unterstreicht die wachsende Bedeutung der Diversifizierung des Handels in Zeiten erhöhter geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheit.

[Translate to Deutsch:] Flag of EU and Mercosur connected with a glow line