USA versenden "Zoll-Briefe", während Kanada und Brasilien mit höheren Abgaben konfrontiert sind

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Kanada und Brasilien gehören zu den Ländern, die ab dem 1. August hohe Zölle auf Exporte in die USA zahlen müssen, nachdem Präsident Trump seine neuesten Zollsätze angekündigt hat.

US-Präsident Donald Trump hat seine letzte Frist für die Einführung weitreichender neuer Zölle bis Anfang August verschoben, aber die Regierung hat bereits damit begonnen, wichtigen Handelspartnern Briefe mit den vorgeschlagenen neuen Zollsätzen zu senden.

Zu den Ländern mit höheren Zöllen gehört Kanada, das neben sektoralen Abgaben einem Pauschalsatz von 35 Prozent unterliegt. Auch Brasilien ist zur Zielscheibe von Präsident Trump geworden, denn das südamerikanische Land ist mit einem Zollsatz von 50 Prozent konfrontiert.

Beide Länder wurden gewarnt, dass sie mit zusätzlichen Abgaben rechnen müssen, wenn sie ihrerseits Vergeltungszölle auf US-Waren verhängen.

In seinem Brief an Kanada, den er auf seinem eigenen sozialen Netzwerk „Truth Social“ veröffentlichte, führte Trump als Begründung für die Zölle die angebliche Untätigkeit Kanadas bei der Bekämpfung des Fentanyl-Schmuggels in die USA an.

Diese Begründung wurde vom kanadischen Premierminister Mark Carney zurückgewiesen, der in den sozialen Medien schrieb: „Kanada hat entscheidende Fortschritte bei der Bekämpfung der Fentanyl-Plage in Nordamerika erzielt. Wir sind entschlossen, weiterhin mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, um Leben zu retten und die Gemeinden in beiden Ländern zu schützen.“

Die Zölle gegen Brasilien sind eine Reaktion auf Trumps Unzufriedenheit mit dem Strafverfahren gegen den ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro, einen engen Verbündeten Trumps, der wegen eines Putschversuchs im Jahr 2022 vor Gericht steht.

Der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva wies die Begründung für die Zölle ebenfalls zurück und erklärte, dass die unabhängigen Institutionen seines Landes „keine Bevormundung“ durch die USA akzeptieren würden. Er fügte hinzu, dass trotz der Drohungen der USA alle neuen Zölle mit Gegenmaßnahmen beantwortet würden.

Außerdem haben diese Woche 21 weitere Länder Zollbriefe aus den USA erhalten, darunter Japan, Südafrika, Thailand, Bangladesch, die Philippinen und Südkorea. Auch die EU rechnet in den kommenden Tagen mit einem ähnlichen Schreiben.