Das Vereinigte Königreich und Südkorea haben ein modernisiertes Freihandelsabkommen abgeschlossen, das einen zollfreien Zugang zu 98 Prozent der zwischen beiden Volkswirtschaften gehandelten Waren gewährleistet und darauf abzielt, Exporte und Arbeitsplätze im gesamten Vereinigten Königreich zu fördern.
Das Abkommen soll einen zollfreien Marktzugang im Wert von etwa 2 Milliarden Pfund für Warenexporte gewährleisten und dem britischen Dienstleistungssektor einen Aufschwung in Höhe von 400 Millionen Pfund bescheren.
Der britische Handelsminister Chris Bryant bezeichnete das Abkommen als bedeutenden Fortschritt in den Wirtschaftsbeziehungen beider Länder und hob dabei den verbesserten Zugang für Exporte aus den Bereichen Automobilwirtschaft, Pharmaindustrie sowie Lebensmittel- und Getränkeindustrie hervor. Bekannte britische Marken wie Bentley und Guinness sowie schottische Lachsproduzenten gehören zu den Unternehmen, die von der fortgesetzten Präferenzbehandlung in einem der wichtigsten Märkte Asiens profitieren werden.
„Das erweiterte Freihandelsabkommen zwischen Südkorea und Großbritannien wird das System des freien Marktes in einem von erhöhter Unsicherheit geprägten Handelsumfeld stärken. Insbesondere wird es eine Gelegenheit bieten, die wirtschaftlichen Kooperationsbeziehungen mit einem wichtigen europäischen Partner zu vertiefen“, erklärte der südkoreanische Handelsminister Yeo Han-koo.
Das Abkommen enthält auch moderne Bestimmungen zum digitalen Handel und aktualisierte Ursprungsregeln, die darauf abzielen, Lieferketten zu vereinfachen und die Voraussetzungen für eine zollfreie Behandlung zu erweitern.
Dieses Abkommen ist nach den jüngsten Vereinbarungen mit Indien, den USA und der EU ein weiterer Meilenstein in der Handelsstrategie Großbritanniens nach dem Brexit. Das Abkommen soll dazu beitragen, die Exportchancen für britische Unternehmen zu sichern und auszubauen und gleichzeitig die wirtschaftlichen Beziehungen zu einem der weltweit größten Hightech-Märkte zu vertiefen.