Eskalation im Nahen Osten stört globale Schifffahrt und Energiemärkte

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Die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten stören die Schifffahrtsrouten und treiben die Ölpreise in die Höhe, was zu Bedenken hinsichtlich der Lieferketten und der Stabilität des globalen Handels führt.

 

Die jüngste Eskalation im Nahen Osten wirkt sich bereits auf den globalen Handel aus, stört die Schifffahrtsrouten und treibt die Energiepreise in die Höhe, nachdem die USA und Israel am 28. Februar Angriffe auf den Iran gestartet haben. 

Ein wichtiger Punkt, der Anlass zur Sorge gibt, ist die Straße von Hormus, eine strategisch wichtige Seestraße entlang der Südküste des Iran. Etwa 20 Prozent des weltweiten Öls und ein ähnlicher Anteil an Flüssigerdgas (LNG) werden in der Regel über diese schmale Wasserstraße transportiert. Berichten zufolge waren rund 150 Schiffe in der Meerenge vor Anker gegangen, darunter Tanker mit Öl und Erdgas, was die wachsende Unsicherheit bei den Reedereien widerspiegelt.

Die Störung hat auch den Hafenbetrieb in der gesamten Region beeinträchtigt. Mehrere Häfen im Nahen Osten stellten nach Drohnenangriffen vorübergehend ihren Betrieb ein.
DP World, das führende multinationale Logistikunternehmen mit Sitz in Dubai, bestätigte zudem, dass der Betrieb im Hafen Jebel Ali nach einem durch die Luftabwehr verursachten Brand eingestellt wurde.

Darüber hinaus haben die Energiemärkte schnell auf diese Entwicklungen reagiert. Der internationale Referenzpreis für Rohöl der Sorte Brent stieg am 2. März im frühen Handel um bis zu 13 Prozent und überschritt kurzzeitig die Marke von 82 US-Dollar pro Barrel, da die Händler auf die Sorge vor möglichen Unterbrechungen der Energieversorgung aus dem Golf reagierten.

Das Weltwirtschaftsforum teilte mit, dass die unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen wahrscheinlich am stärksten in den energieimportierenden Volkswirtschaften in Europa und Asien zu spüren sein werden, die stark von Lieferungen aus der Golfregion abhängig sind.

Sollten sich die Spannungen weiter verschärfen oder der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus für längere Zeit unterbrochen werden, könnten höhere Energiepreise zu einem erneuten Inflationsdruck und zu Schwankungen in den Lieferketten führen.