China und die Vereinigung südostasiatischer Staaten (ASEAN) haben eine erweiterte Fassung ihres Freihandelsabkommens (FTA) unterzeichnet, das offiziell als ASEAN‑China Free Trade Area 3.0 bekannt ist.
„Einigkeit macht stark“, erklärte der chinesische Ministerpräsident Li Qiang am Montag (27. Oktober) auf dem ASEAN-China-Gipfel. „Wer auf Konfrontation statt auf Solidarität setzt, hat nichts zu gewinnen.“
Aufbauend auf einer 2002 unterzeichneten und 2010 umgesetzten Partnerschaft umfasst das erweiterte Freihandelsabkommen einen Gesamtmarkt von mehr als zwei Milliarden Menschen. Der neue Rahmen sieht weitere Zollsenkungen, eine Vereinfachung der Zollabfertigung sowie eine verstärkte Zusammenarbeit im digitalen Handel und in der grünen Wirtschaft. Dieses Abkommen soll den Handelsfluss unterstützen und die wirtschaftliche Integration zwischen China und Südostasien stärken.
Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund eskalierender Zollrisiken und Unsicherheiten für südostasiatische Exporteure, die dem Handelsdruck der USA ausgesetzt sind. Analysten sehen in dem verstärkten Pakt zwischen China und der ASEAN eine strategische Neuausrichtung der regionalen Akteure, um den Handel zu diversifizieren und die übermäßige Abhängigkeit vom US-Markt zu verringern.
„Unilateralismus und Protektionismus haben die globale Wirtschafts- und Handelsordnung ernsthaft beeinträchtigt, während externe Kräfte ihre Einmischung in der Region verstärken – viele Länder wurden dabei ungerechtfertigterweise mit hohen Zöllen belegt“, erklärte Li. „Indem wir uns gegenseitig unterstützen und unsere Maßnahmen koordinieren, können wir unsere legitimen Rechte und Interessen schützen.“